Am 14. Februar 2026 versammelte sich eine riesige Menschenmenge von schätzungsweise rund 250.000 Menschen in München, Deutschland, um ein Ende der Herrschaft von Irans Führung zu fordern und eine demokratische Zukunft für ihr Land zu verlangen. Die Demonstration – eine der größten Versammlungen der iranischen Diaspora in Europa – fand auf dem Theresienwiese‑Gelände statt, parallel zur Münchner Sicherheitskonferenz, bei der sich weltweit politische Entscheidungsträger versammelten.
Ein Zeichen internationaler Solidarität
Die Kundgebung vereinte Iraner aus ganz Europa und darüber hinaus, viele mit historischen iranischen Fahnen mit dem Löwen‑und‑Sonne‑Emblem, das vor der Islamischen Revolution von 1979 verwendet wurde. Die Demonstranten äußerten ihren Ärger über die Repressionen gegenüber Protestbewegungen im Iran und skandierten wiederholt: „Es muss Game Over sein“, was ihren tiefen Frust über das aktuelle Regime in Teheran widerspiegelt.
Die Protestaktion fiel mit weltweiten Solidaritätskundgebungen zusammen, darunter in Städten wie Toronto und Los Angeles.
Reza Pahlavis Rolle und Botschaft
Im Mittelpunkt der Kundgebung stand Reza Pahlavi, der im Exil lebende Sohn des letzten Schahs von Iran, der die Menge mit einer Botschaft der Hoffnung ansprach. Pahlavi, der seit der Revolution von 1979 im Ausland lebt, stellte sich als möglicher Führer einer Übergangsregierung vor. Er erklärte, er setze sich für einen säkularen, demokratischen Wandel im Iran ein, in dem die Menschen eines Tages ihre Führer frei und transparent wählen könnten.
Pahlavi forderte die iranische Diaspora auf, geschlossen und lautstark zu bleiben, um ihre Forderungen sowohl im Inland als auch international zu verstärken.
Politische Unterstützung aus dem Ausland
Die Kundgebung fand auch Aufmerksamkeit bei internationalen Politikern. Der republikanische US‑Senator Lindsey Graham sprach zu der Menge, versprach Solidarität und betonte, dass das iranische Volk letztendlich seine Freiheit erlangen werde. Grahams Rede spiegelte das Interesse einiger westlicher Politiker wider, demokratische Bewegungen im Iran zu unterstützen.
Während Grahams Worte bei vielen Protestierenden Anklang fanden, äußerten einige auch Frustration über diplomatische Gespräche mit der iranischen Regierung. Sie skandierten, dass derzeitige Verhandlungen ohne die Einbeziehung der iranischen Bevölkerung keine Legitimität hätten.
Hintergrund: Proteste und Repression im Iran
Die Münchner Demonstration stand nicht isoliert. Sie folgte auf Monate des Aufruhrs im Iran, wo weitreichende Proteste aufgrund wirtschaftlicher Not, politischer Repression und Menschenrechtsverletzungen ausgebrochen waren. Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen und Augenzeugenberichten reagierten die Sicherheitskräfte im Iran mit harten Maßnahmen, bei denen Tausende verletzt oder getötet wurden. Dies hat die Forderungen nach tiefgreifenden politischen Veränderungen im Land weiter verschärft.
Für viele Mitglieder der Diaspora war die Kundgebung in München mehr als symbolisch – sie war ein sichtbares Zeichen der Einheit und Entschlossenheit, das auf das Leid derjenigen aufmerksam machen sollte, die noch im Iran protestieren.
Flaggen, Parolen und Identität
Ein auffälliges Merkmal der Kundgebung war die weite Verbreitung der historischen iranischen Flagge – grün, weiß und rot mit Löwe und Sonne. Viele Demonstranten sehen sie als Symbol iranischer Identität, die nicht vom aktuellen Regime geprägt ist. Parolen wie „Javid Shāh“ („Lang lebe der Schah“) und Forderungen nach einer Rückkehr zur Monarchie spiegelten sowohl historischen Impressionen als auch gegenwärtige politische Hoffnungen innerhalb der Diaspora wider.
Doch nicht alle Teilnehmer setzten sich ausdrücklich für die Monarchie ein. Viele konzentrierten sich einfach darauf, das theokratische System abzulehnen und zu betonen, dass die politische Zukunft des Iran vom Volk bestimmt werden müsse.
Strategische Bedeutung des Zeitpunkts
Die zeitliche Nähe der Kundgebung zur Münchner Sicherheitskonferenz war kein Zufall. Die Organisatoren wollten die Präsenz globaler Entscheidungsträger und internationale Medien nutzen, um ihre Botschaft zu verstärken. Die Münchner Sicherheitskonferenz gilt als eine der wichtigsten Versammlungen von Politik‑ und Sicherheitsführern weltweit – ein strategischer Ort, um die Aufmerksamkeit auf die Lage im Iran zu lenken.
Teilnehmer und Organisatoren sahen die Kundgebung als Weg, westliche Regierungen nicht nur zur Verurteilung der Unterdrückung im Iran, sondern auch zu einer stärkeren Unterstützung demokratischer Kräfte im Land zu bewegen.
Mobilisierung der Diaspora und internationale Wirkung
Die Münchner Proteste waren Teil einer Welle von Solidaritätskundgebungen. Berichten zufolge nahmen weltweit Hunderttausende an Demonstrationen teil, darunter in großen Städten in Nordamerika, Europa und Australien – ein Signal für die internationale Ausrichtung der iranischen Diaspora und das wachsende globale Interesse an Veränderungen im Iran.
Diese gleichzeitigen Kundgebungen unterstrichen das Ausmaß der Opposition unter im Ausland lebenden Iranern und machten internationale Besorgnis über die innenpolitischen Zustände und Außenbeziehungen Teherans sichtbar.
Reaktionen aus Teheran
Obwohl die Münchner Kundgebung und ähnliche Demonstrationen große Aufmerksamkeit erhielten, wiesen iranische Regierungsvertreter externe Kritik oder Forderungen nach politischen Veränderungen regelmäßig als Einmischung zurück. Teherans Führung behauptet oft, interne Oppositionsbewegungen seien von ausländischen Mächten gesteuert – eine Darstellung, die viele externe Beobachter ablehnen.
Trotz dieser Spannungen zeigte die Kundgebung in München, wie stark sich die iranische Diaspora für die Zukunft ihres Landes engagiert und wie Proteste im Ausland dazu beitragen können, internationale Aufmerksamkeit auf Menschenrechte, Regierungsführung und politische Freiheit zu lenken.
Die Welle an Demonstrationen – sowohl im Iran als auch international – spiegelt die anhaltenden politischen Unruhen in Iran und die Herausforderungen wider, denen sich jene gegenübersehen, die Veränderungen anstreben. Auch wenn die Kundgebung in München keine unmittelbare politische Veränderung in Teheran herbeigeführt hat, war sie ein kraftvoller Ausdruck des Protests und verdeutlichte die Spannungen zwischen der iranischen Regierung und ihren Kritikern, sowohl im Inland als auch in der Diaspora.
Während Proteste, geopolitische Spannungen und internationale Diskussionen andauern, prägen Veranstaltungen wie die in München weiter den weltweiten Diskurs über die Zukunft Irans – und zeigen, wie eng interne Bewegungen und internationale Diplomatie miteinander verflochten sind.